Wer Zweifel daran hat, dass der Umgang mit Andersdenkenden insbesondere im Hinblick auf Legalwaffen und alles, was (vermeintlich) damit zu tun hat, in Deutschland konstruktiv und offen ist, kann sich oft von Beispielen der Intoleranz bestätigt fühlen. In Köln wurde letzte Woche zum Beispiel ein "Waffenladen" neu eröffnet. Dagegen richtete sich rasch der (gelenkte?) "Volkszorn" in einer Art und Weise, die traurige Assoziationen aufkommen lassen kann. Jedenfalls bei uns.
Themenschwerpunkte
Satire: Neulich bei den Jagdgegnern
Wie befinden uns im „Ottoman”, einer Kneipe in einer Kleinstadt in Nordrhein-Westfalen. Es ist drei Uhr nachmittags an einem Wochentag. Das „Ottoman“ hat eine große Wasserpfeife im Fenster stehen (früher war es ein Damenmodengeschäft, dann ein Eine Welt-Laden) und serviert hauptsächlich Kaffee, billigen Rotwein und Säfte. Es gehört einem ehemaligen Streetworker und einem ehemaligen Kölner Türsteher. Das Essen ist schlecht und wird kaum nachgefragt. Nebenan gibt es aber einen Imbiss. Das „Ottoman“ ist der zwangsläufige Treffpunkt jüngerer, unkonventioneller Gäste, denn es gibt in dem Ort gar keine andere Gaststätte als die „Hubertusstube“ und den nicht minder traditionellen „Reichsadler“. Aus diesem Grunde trifft sich auch das „Aktionsbündnis gegen die Jagd“ im „Ottoman“.
Revolver Taurus Raging Bull: Eine zuverlässige Nachsuchewaffe
In Deutschland kennt man den Raging Bull von Taurus meist als Revolver im Kaliber .44 Magnum mit einer Lauflänge von 6 Zoll – eine zuverlässige Nachsuche- und DSB-konforme Sportwaffe. In Wirklichkeit verbirgt sich dahinter eine Serie mit verschiedenen Lauflängen und Kalibern bis hin zur .454 Casull.
Fangjagdlehrgang des Landesjagdverbandes NRW: Bericht eines Teilnehmers
Man benötigt in Nordrhein-Westfalen keinen zusätzlichen Lehrgang, um als Jäger die Fangjagd auszuüben. Dennoch lohnen sich die zwei interessanten und kurzweiligen Tage des Fallenjagdlehrgangs. Nicht nur, um geänderte gesetzliche Bestimmungen kennen zu lernen und eine Gefährdung für sich und andere auszuschließen, sondern auch, um Fangtipps zu bekommen und sich mit anderen Jägern außerhalb des eigenen jagdlichen Mikrokosmos auszutauschen wie der Erfahrungsbericht eines Teilnehmers zeigt.
Fiasko Winnenden-Aufarbeitung
Die Aufarbeitung des School Shootings in Winnenden 2009 steht nicht nur "unter keinem guten Stern", sondern offenbart auch erhebliche Schwächen in der Wahrnehmung, Analyse und Verarbeitung solcher Straftaten. Das ist schon deswegen bedauerlich, weil das Lernen aus dieser Tat wesentlich wichtiger für die Verbesserung der Inneren Sicherheit wäre, als aktionistische und hinsichtlich ihrer Wirkung umstrittene Maßnahmen wie z.B. die Möglichkeit zur anlaßlosen Betretung der Wohnung von Legalwaffenbesitzern.
Psychologische Kriegführung im Hörfunk: Zweiter Weltkrieg und Kalter Krieg
Seit Ende des 19. Jahrhunderts nutzte man die psychologische Kriegführung durch Massenmedien wie Handzetteln, Flugblättern, Zeitungen und Zeitschriften systematisch und in großem Umfang als wichtige und systematische Ergänzung bewaffneter militärischer Macht. Nachdem die psychologische Kriegführung im Ersten Weltkrieg auf Seiten der Entente-Mächte England und Frankreich und ihrer deutschen und österreichischen Gegner noch weitgehend auf Versuche beschränkt blieb, durch die Lancierung von Gerüchten, die Auswahl der Nachrichten durch Zensur und eigene Printmedien die Stimmung im gegnerischen oder neutralen Ausland und bei den eigenen Truppen zu beeinflussen, bedienten sich u.a. Deutsche und Briten im Zweiten Weltkrieg nun auch erfolgreich des Hörfunks, um die Moral der gegnerischen Truppen und Bevölkerung zu erschüttern.
Tricks der Waffengegner: Die Salamitaktik und ihre Helfershelfer
Die Art und Weise wie der legale Privatwaffenbesitz in Deutschland bekämpft wird, sagt viel über viele Waffengegner aus: Es wird mit Diskriminierung gearbeitet („Waffennarren“, „Waffenfetischismus“), Grundrechte werden faktisch geschmälert (anlassloses Betreten der Wohnung zur Aufbewahrungskontrolle), DDR-Schikanen werden versucht wieder zu beleben (keine Waffen und/oder Munition in Privathaushalten) und Millionen von Familien geraten ganz schnell unter den Generalverdacht, ein Sicherheitsrisiko darzustellen (weil jemand Jäger, Schütze oder Sammler ist). Geltendes Recht führt entweder zu Unsicherheit (Welche Absagegründe gibt es bei einer Kontrolle? Welcher Zweck für das Führen eines Messers ist sozialadäquat? etc.) oder wird von mancher Behörde sehr großzügig interpretiert (so sollen z.B. Schießsportvereine vermeintlich inaktive Schützen nennen oder Aufbewahrungskontrollen werden für Waffenkontrollen genutzt). Ein Trick der Waffengegner, den wir im Folgenden Salamitaktik nennen wollen, ist aber deshalb so gefährlich, weil Legalwaffenbesitzer dazu neigen, darauf hereinzufallen oder ihn selbst einzusetzen, um Legalwaffenrechte abseits der eigenen Partikularinteressen zu schmälern.
Satire: Aus dem Tagebuch eines Enthüllungsjournalisten
Montag
Erster Arbeitstag nach dem Urlaub. Abends noch schön einen gezogen. Zwei, drei Glas Roten zu viel. Morgens erst in die Redaktion. Verdammte Tretmühle. Gleich wieder ziemlich Hektik. Bin los zu einer Pressekonferenz mit Tom. Zahlen, Zahlen, Zahlen. Keinen Plan, was die da reden. Schnappe ein paar Brocken auf. „Umsatzrückgang“. Denke bei denen läuft es auch schlecht wie jetzt bei so vielen. Rezession und so. Ist auch ein dpa-Kollege da. Werd mir dann nachher die Agenturmeldung krallen und was Eigenes reinmischen. Passt schon.
Krieg im Dunkeln: Desinformation und Aufklärung der Staatssicherheit
Auch über 20 Jahre nach dem Ende der DDR sind nicht annähernd alle Desinformations-, Destabilisierungs- und Aufklärungsunternehmen dieses Staates und seines Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) aufgedeckt und wissenschaftlich bewertet worden. Dafür sind nicht nur die Vernichtung gewaltiger Aktenbestände des MfS und das eiserne Schweigen vieler seiner ehemaligen Mitarbeiter verantwortlich. Dazu tragen auch das Desinteresse an der Bewältigung dieses Teils der deutschen Geschichte und die Glorifizierung einiger seiner Protagonisten bei. Der Begriff „Aufklärung“ erinnert an legendäre Spionageerfolge und hat scheinbar mit dem „Odium geheimpolizeilichen Unrechts“ nichts zu tun, wie der DDR-Spezialist Hans Wilhelm Fricke richtig darstellt.
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