Jagd in Russland – Rezension von „Kein Pulver – keine Feder“

Ich nehme „Kein Pulver – keine Feder. Ein Jahr unter sibirischen Berufsjägern“ von Christoph Stubbe auf ein langes Jagdwochenende mit. Vielleicht werde ich während der Fahrt etwas lesen, denke ich vorher, greife aber dann in den Pausen zwischen Morgen- und Abendpirsch und Ansitz immer wieder zu dem Buch. Der Verfasser verbringt als „DDR-Bürger“ in den 70er Jahren ein Jahr zum Studium in Sibirien und lernt unmittelbar und unter primitivsten Bedingungen die dortigen Jagdmethoden kennen. Das Buch ist nicht nur für Jagdreisende nach Russland interessant.

Gelbe Karte für den Landesjagdverband

Wir sind nicht mehr in den 60er und 70er Jahren, als Protest von Bürgern oft die Domäne weltfremder und in Teilen ferngesteuerter Friedensaktivisten oder Straßenrowdys war. Im Gegenteil können wir bei vielen gesellschaftlichen Anliegen sehen (z.B. angesichts der Schulreform in Hamburg oder von Phantasieprojekten wie Stuttgart 21), dass Protest nicht nur moderne Formen annimmt (z.B. online kommuniziert und dezentral gesteuert wird) und in der Mitte der Gesellschaft ankommt, sondern auch dort entsteht. Glücklicherweise ist das auch bei den Legalwaffenbesitzern der Fall.

Gegen Fallwildbeseitigung. Gute Gründe gegen Ausnutzung von Jägern

Wer seinen Zeitgenossen die Berechtigung der Jagd mit ihrer Nützlichkeit zu erklären versucht, wird vermutlich auch die Beseitigung von Fallwild anführen. Wie wir an anderer Stelle diskutiert haben, halten wird diese Argumentation für grundsätzlich falsch. Gegen die kosten- und gegenleistungslose Beseitigung von Fallwild durch Jäger sprechen aber auch eine Reihe anderer, handfester Gründe.                ´          

Warum ich (vorerst?) keine Anschützwaffe mehr kaufen werde

Zu dem Versuch von Anschütz, mittels der Technologie der Firma Armatix eine so genannte „Smartgun“ für Jäger und Sportschützen anzubieten, ist eigentlich alles gesagt worden, was gesagt werden muss, z.B. von Backyard Safari und Tetra Gun Waffenblog. Wir wollen noch einige persönliche Anmerkungen aus jagdlicher Perspektive machen. Eines vorweg: Das JagdWaffenNetz lehnt dieses Anschützprodukt nicht nur ab, sondern wir haben für uns darüber hinaus entschieden, dass die Mitglieder und (auch zukünftigen) Autoren unseres Projekts und Blogs keine Waffen von Anschütz mehr erwerben werden und auch keine Waffen und Zubehörteile von Firmen, die zu Anschütz gehören.

Schweres Gelände und schlechtes Wetter. Gamsjagd in Slowenien

Als ich gegen Mittag auf dem kleinen Flughafen in Laibach/Ljubljana lande, habe ich nur fünf Stunden geschlafen und mich mit fast zwei Litern Kaffee wach gehalten. Ich gehe davon aus, dass wir morgen mit der Jagd beginnen und nur noch der obligatorische Probeschuss ansteht. Allenfalls noch eine Rundfahrt, um das Revier etwas kennen zu lernen. Es kommt jedoch anders.

Freude an der Jagd oder Abschußprämien? - Über unsere Legitimation

Artikel und Bücher über die Jagd und ihr Wesen, denen man rückhaltlos zustimmen kann und die eine wirkliche Bedeutung über ihr Erscheinungsdatum hinaus haben, sind selten. Die Texte von Dr. Rolf Baldus über die Auslandjagd in Afrika sind ein solches Beispiel. Zu den Bedingungen der Jagd in Deutschland war mir ein vergleichbarer Autor bislang unbekannt. Bis ich die Augustausgabe der Deutsche Jagd Zeitung in die Hände bekam. Auf nur einer Seite fasste Dr. Bernd Balke alles zur Nützlichkeit der Jagd zusammen, was dazu zu sagen ist.


Bewaffnete Selbstverteidigung und die “Friedensdividende”

Gastbeitrag
Mit dem Artikel „Recht auf Selbstverteidigung“ hat das JagdWaffenNetz eine Diskussion losgetreten, der ich mich stellen möchte. Ich habe den Beitrag am Erscheinungstag gelesen und den ganzen Abend darüber nachgedacht, weil ich mich gerade in einer Situation befinde, in der ich für meine Sicherheit teuer bezahlen muss, obwohl wir ja eine Polizei haben. Ich bin nicht einverstanden mit besagtem Artikel. Ich verstehe zwar die explizite Intention des Autors, auf das Ungleichgewicht zwischen wahrgenommener Bedrohung durch Legalwaffen und tatsächliche Kriminalität hinzuweisen, aber ich teile nicht die darin geäußerte Meinung, man soll nicht den Waffenbesitz zur Selbstverteidigung anstreben. Am Tag darauf stellte ich nachfolgenden Beitrag fertig. Ich denke, es ist eine gute Sache, dass er, obschon polarisierend, im JagdWaffenNetz erscheint. Denn das muss ich sagen, das bedeutet wirklich einen Diskurs zu führen.

Kein Recht auf Selbstverteidigung?

Der Zeitpunkt für Diskussionen um das Recht auf Selbstverteidigung ist denkbar schlecht: In der Bundesrepublik wird der private Legalwaffenbesitz inzwischen mittels steuerlicher, administrativer und rechtlicher Hindernisse immer weiter erschwert und ist per Definition rechtlich nicht zur Selbstverteidigung zugelassen. Das Führen nicht-lethaler Waffen zum Selbstschutz ist ebenfalls kaum möglich. Wer nicht zur kleinen und privilegierten Gruppe der Waffenscheininhaber zählt, darf faktisch keine wirksame Selbstverteidigung ausüben. Natürlich stehen ihm unsere staatlichen Institutionen wie Polizei und Ordnungsamt zum Schutz von Leben, Gesundheit und Eigentum zur Verfügung. Aber wird nicht gerade jetzt der Tod von Dominik Brunner vor Gericht verhandelt? Der Tod eines Mannes, der wie viele Medien und Armchair-Experts immer wieder betont haben, "alles richtig gemacht hat". Vielleicht ist jetzt doch ein glücklicher Zeitpunkt, diese Frage zu diskutieren. Wir wollen mit diesem folgenden Beitrag zur - natürlich ergebnissoffenen - Diskussion einladen und unsere Leser um aktive Beteiligung bitten.

Getrennt marschieren, vereint für legalen Waffenbesitz

An anderer Stelle haben wir letztes Jahr die Meinung vertreten, das Vorhandensein mehrere Organisationen und Medien für Legalwaffenbesitzer müsse nicht zwingend eine geringere Schlagkraft bedeuten. Dies scheint sich jetzt zu bestätigen. Backyardsafari ist zuzustimmen, dass Legalwaffengegner einen "Kleinkrieg" losgetreten haben und versuchen geographisch überall und auf allen Schauplätzen (Medien, Politik, verschiedene Bevölkerungskreise, Steuern, Vollzugsbestimmungen, Recht) den legalen Waffenbesitz massiv zu erschweren und zu verunmöglichen.