Gastbeitrag
Während des Kalten Krieges standen sich in Ost und West mit einigen Ausnahmen riesige Wehrpflichtarmeen gegenüber, die sich permanent auch auf konventionelle Kampfhandlungen größten Maßstabs vorbereiteten. Selbst reine Berufsarmeen wie die britische mit ihrer Reserveorganisation Territorial Army, aber erst Recht Staaten wie die Bundesrepublik mit Hunderttausenden Wehrpflichtigen, die vier Mal im Jahr einen zuletzt 15- oder 18-monatigen Wehrdienst antraten, verfügten über ein großes Potential nicht permanent Dienst leistender Soldaten, die zwar lange, aber jeweils nicht sehr ressourcenaufwändig und intensiv ausgebildet werden konnten. Der Verteidigungsumfang der Bundeswehr bestand sogar zu zwei Dritteln aus Reservisten, die mit Masse ehemalige Wehrpflichtige waren.
Themenschwerpunkte
Ludwigshafen: Tragisches Amok-Verbrechen entlarvt Anti-Waffen-Hysterie
Am 18.2.2010 kam es an einer Ludwigshafener Berufsschule zu einem Amok-Verbrechen eines 23-jährigen Berufsschülers, der einen Lehrer tötete und weitere Menschen verletzte. Dieses Verbrechen ist so bedauerlich wie andere Verbrechen, die Todesopfer und Verletzte fordern. Der Täter benutzte ein Messer und keine Schußwaffe. Damit entlarvt dieses Verbrechen die Unsinnigkeit der Waffenrechtsverschärfungen unter expliziter Berufung auf Amokverbrechen. Es handelt sich nicht um einen Einzelfall. In einem Interview des Nachrichtensender N24 erläutert der Kriminologe und Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen, Christan Pfeiffer „Es ist eine Illusion zu glauben, man könne so etwas verhindern. ... Der Vorfall in Ludwigshafen habe bewiesen, daß auch eine Überarbeitung des Waffenrechts sinnlos sei, denn in jedem Küchenschrank liege ein Messer. Die deutschen Gesetze seien streng genug."
Empfehlenswerte Jagd- und Waffenfachmedien im Internet
Das Internet bietet an vielen, oft schwer findbaren Stellen eine Menge gute Jagd- und Waffenfachmedien. Man kann nicht immer alle lesen, aber man kann bei vielen ab und zu reinschauen, beispielsweise anhand der folgenden Liste.
Rezensionen: Alte Jäger – “Der Fangschuß” und “Kanadaträume”
Rudolf Nohles war Forstbeamter und Nachsucheführer und ein großer Hundefreund. Sein jagdlicher Lebensbericht beginnt mit seiner Kindheit und folgenden Ausbildung kurz nach dem Zweiten Weltkrieg und endet 2004. Damit verfügt er über rund 60 Jahre Jagderfahrung – unzählige Nachsuchen sind darunter.
Waffenrechtsanwendung: München antwortet JagdWaffenNetzwerk ... nicht wirklich
Das Waffengesetz mit seinen immer neuen Restriktionen ist ein schwieriges Themenfeld. Die Exekution des Waffenrechtes ist offenbar noch schwieriger. Rechtssicherheit und eine klare Vorstellung davon, was laut Gesetz erlaubt und gefordert ist, ist deshalb besonders wichtig. Im Rechtsstaat Bundesrepublik darf Unsicherheit z.B. für Legalwaffenbesitzer, die in der Folge dazu führen kann, lieber auf sein Recht zu verzichten, als das Risiko einer ungewollten und mit einer erheblichen Strafe bedrohten Rechtsverletzung auf sich zu nehmen, nicht das Ziel des Gesetzgebers sein. Angesichts dieser Herausforderungen kann ausschließlich eine klare Kommunikation und Transparenz darüber, was erlaubt ist und was nicht, allen Betroffenen helfen, im Sinne von Recht und Gesetz zu handeln. Dies scheint aber unverständlicherweise nicht überall möglich zu sein.
Pistole Heckler & Koch USP: Quadratur des Kreises möglich
Ein Jäger, der eine Kurzwaffe mit fangschusstauglichem Kaliber auch für stärkeres Wild führen möchte, und gleichzeitig sportlich schießen will, kann diese beiden Ziele kaum mit einer einzigen Kurzwaffe erreichen. Es gibt wenige Ausnahmen, die mittels Wechselsystem mehrere Ziele zu erreichen helfen, ohne eine mit Mängeln behaftete Kompromisslösung darzustellen. Die USP Expert von Heckler und Koch ist so eine Waffe. Wechselsysteme können die Flexibilität des Nutzers erhalten helfen, die das restriktive deutsche Waffenrecht beseitigt hat.
Fehlgeleitetes Fütterungsverbot in NRW
In Nordrhein-Westfalen haben sich "über Nacht" die Fütterungsvorschriften geändert und mit Recht viel Kritik von Pächtern und Eigenjagdbesitzern zur Folge gehabt. Daß sich auch tagesaktuelle Medien ohne jagdlichen Bezug in diesem Sinne äußern ist neu und sollte z.B. auch beim Landesjagdverband NRW Beachtung finden. Diese Mitte Dezember verabschiedeten Bestimmungen, die bereits zum 1. Januar 2010 in Kraft traten, sehen u.a. vor:
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