Rezension: Jagdliche Nachtzielhilfen

Martin Erbinger, mit Geburtsjahrgang 1965 ein erfreulich "junger" Experte, ist inzwischen ein anerkannter Sachverständiger für Schalldämpfer und Publizist zweier waffentechnischer Bücher. Auch das vorliegende schmale Buch "Jagdliche Nachtzielhilfen" ist äußerst kompakt und inhaltlich gelungen. Was Erbinger weniger gut kann, ist Überschriften für seine Werke formulieren. Ich hatte mir das vorliegende Buch lange nicht gekauft, weil der Untertitel "Erlaubtes, Verbotenes, Wirksames" etwas nach Empfehlung von halbseidenen, sprich illegalen Optiken klingt. Weit gefehlt.

Graswurzelbewegung von Legalwaffenbesitzern?

Der Oberbegriff "Graswurzelbewegung" bezeichnet ein ursprünglich aus der anarchistischen Szene kommendes politisches oder gesellschaftliches, loses Netzwerk aus mehreren Initiative oder Organisationen. Inhaltlich bewegten sich die meisten Netzwerke seit den 70er Jahren in den Bereichen Anti-Atomkraft/Nuklearwaffen, Umweltschutz und Bürgerrechte. Kennzeichnend für diese Bewegung ist, daß es keine zentrale Steuerung gibt, also eben kein professionelles und fremdfinanziertes Lobbying, und keine Handvoll Entscheidungsträger in Industrie und Politik, die das Ziel und den Weg dorthin vorgeben.

Remington 870 Express Synthetic

Die vorliegende Waffe Remington 870 Express Synthetic ist ein klassischer Vorderschaftrepetierer ("Pump Action Shotgun") mit einer Magazinkapazität von 8 Patronen im Kaliber 12/76 (12 Gauge). Sie besitzt ein Flintenkorn und wurde für den Einsatz als Durchgehschütze erworben. Die Waffe hat sich als äußerst zuverlässig mit ganz unterschiedlichen Munitionsarten und unter widrigsten Wetterbedingungen bewährt. Ich habe Sie für unter 500 Euro neu gekauft. Die Remington 870 ist eine echte Langfristinvestition.


Rezension: "Auf offenem Feuer" und "Lagerfeuerküche"

Carsten Bothe ist nicht nur Chef des Venatus-Verlages und Versandhandels. Er ist auch passionierter Jäger und Publizist. Aufgefallen ist er mir auch wegen seines engagierten Eintretens für die Rechte von Legalwaffenbesitzern*. Bothe hat nicht nur Bücher über Messer und Jagdtipps veröffentlicht, sondern auch ein schönes Buch über das Grillen, Braten und Kochen auf offenem Feuer.

Messer aus Solingen

Messer aus Solingen mögen im Massengeschäft von Produkten aus den USA und China verdrängt werden. Im Qualitätssegment haben sie nach wie vor einen festen Platz.
An dieser Stelle möchte ich nur auf drei Hersteller und ihre Produkte hinweisen, die sich bei mir bewährt haben.

„Grünes Abitur“ oder Schnellkurs? Der Jagdschein

Der Verfasser dieses Beitrages hat viele Jahre mit interessanten Jagderlebnissen verschenkt – einfach weil ihm die Erlangung des Jagdscheins unzutreffenderweise als unverhältnismäßig teuer und zeitaufwendig erschien. Was mir schlicht fehlte, war die richtige Information. Schuld daran sind sicherlich auch das von Jägern aufgebaute Image des schweren „Grünen Abiturs“ und die Scheu vor der scheinbar großen Exklusivität des Jagdgeschehens. Fehlte anfänglich vermeintlich das nötige Geld, wurde später eher die Freizeit zu knapp um solch ein Projekt anzugehen. Aber irgendwann war der Wunsch so groß, daß ich dachte, vielleicht ist der Jagdschein gar nicht so unerreichbar, auch wenn meine Freizeit sehr stark begrenzt ist.
Im Prinzip gibt es sowohl die Möglichkeit, unter verschiedenen Modalitäten einen Intensivkurs (also etwa 2 oder 3 Wochen Urlaub oder eine Reihe von Wochenenden zu opfern) oder einen regelmäßigen Kurs (mehrmals in der Woche am Abend) zu besuchen. Für beides gibt es sowohl kommerzielle Anbieter als auch örtliche Jägerschaften. Ich glaube nicht, daß grundsätzlich einer der beiden Anbieter-Typen besser oder schlechter ist.

Rezension: Visier Special Magnum Kurz- und Langwaffen

Die Zeitschrift Visier bringt regelmäßig monothematische Sonderhefte von hoher Aktualität mit gutem Serviceteil heraus. Bereits der erste Artikel „Und die Größe zählt doch...“ beschreibt drastisch, aber zureffend die Faszination von schweren Kalibern. Nicht nur Jäger angesichts wehrhaften oder entfernt stehenden Großwildes, sondern auch Silhouetten-Schützen auf weite Distanzen und weitere Sportler werden von den Waffen oberhalb von .44 Magnum angezogen. Und wer kann sich schon davon frei machen, an der Beherrschung dieser Kaliber gerade angesichts des größeren Mündungsknalles und Rückstoßes kein Vergnügen zu haben. Das Schießen von Magnum-Waffen ist allerdings ganz und gar kein exklusiv männlicher Sport wie man annehmen könnte. Mehr und mehr Frauen widmen sich ebenfalls entsprechenden Sportdisziplinen oder bereiten sich im jagdlichen Bereich auf die Nachsuche mit wirkungsvollen Kalibern vor, bei dem der Klassiker .375 Magnum mit Recht oft genug als untere Grenze des Notwendigen verstanden wird.

Rezension: Armed America

Das paradoxe an dem Buch "Armed America" ist, dass es von Waffenkritikern als Kritik am legalen Waffenbesitz insbesondere in den USA interpretiert wird. Das Gegenteil ist richtig. Der Photograph Kyle Cassidy ist durch die USA gereist und hat Waffenbesitzer in ihrer Wohnung oder ihrem Haus mit einem Teil oder allen ihren Waffen photographiert. Jeder der photographierten sollte zusätzlich die Frage beantworten, warum er Waffen besitzt. Deshalb der Untertitel des Buches "Portraits of Gun Owners in Their Homes".
Natürlich sieht man Amerikaner mit zahlreichen Repetiergewehren an der Wand oder die Familie auf dem Titelbild, wo die Frau im Abendkleid einen schwarzen Vorderschaftrepetierer in den Händen hält und der Mann im Anzug einen AK-47 Klon. Der Sohn der beiden steht steht winkend in einem Superman-Kostum dabei. Typisch amerikanisch, nicht wahr?

Heil- und Hilfsmittel? Zweibeine, Dreibeine u.a.

Für die sichere Schussabgabe stehen bei der Jagd andere und sehr viel begrenztere Hilfsmittel zur Verfügung als beim sportlichen Schießen. Der Hauptgrund: Wir müssen diese Hilfsmittel tragen und zwar, wie z.B. bei der Pirsch auf vielen Auslandsjagden, möglicherweise einen ganzen Tag lang und vielleicht sogar durch schweres Gelände.
Zumindest vier Hilfsmittel sollten deshalb zur Vorbereitung eines solchen Ausfluges in Erwägung gezogen werden: Das Zweibein an der Waffe, der Zielstock („Monopod“), das Dreibein („Tripod“) und das Bohnensäckchen („Bean Bag“). Zwar gibt es noch eine Reihe weiterer Hilfsmittel. Wir wollen uns aber im vorliegenden Text mit diesen weit verbreiteten befassen.

Waldschule oder Jagdgegner?

Die Jagd hat viele Aspekte, die für Kinder interessant sind. Wenn man es allerdings versäumt, die eigenen Kinder und - mit Zustimmung der Eltern auch ihre Freunde - einzubeziehen, muß man sich nicht wundern, wenn Jagdgegner vielfältig auf sie ungestört einwirken können.

Abschaffung der Jagd?

Dieses Jahr in der Hubertusmesse stimmte das meiste: Es wurde auch über Hubertus gesprochen, es gab Jagdhörner und viel Loden im Gottesdienst und nach Ende des Gottesdienstes fand ein Platzkonzert mit jagdlicher Musik statt. Die rollende Waldschule war da, die Kinder haben auf dem Vorplatz getobt, wir haben uns nett unterhalten und alle haben sich amüsiert. Aber eine Sache fehlte. Ich wußte nicht so recht was. Aber als wir gingen hörte ich wie eine vor uns gehende Frau zu einer anderen sagte „Es waren gar keine Demonstranten da“. „Wie viele waren es denn letztes Jahr?“ fragte die andere. „Ich glaube noch zwei“, antwortete die erste wieder. Das war es: Es waren gar keine Jagdgegner gekommen.

Über uns: JagdWaffenNetzwerk

JagdWaffenNetzwerk ist kein Verein, kein Medium und keine einzelne Person: Es ist ein privates, nicht-kommerzielles Projekt mit mehreren Mitwirkenden in der Form eines Weblogs (eine Art internetbasiertes Tagebuch) für Menschen, die an verschiedenen Aspekten von Jagdwaffen Interesse haben – primär aber für Jäger.

Waffenkauf: Keine Angst vor egun & Co.

Waffen oder Ausrüstungsgegenstände für Waffen wie Optiken habe ich bisher auf drei Wegen gekauft: bei Filialen großer Anbieter im Waffenfachhandel, bei selbstständigen Büchsenmachern und bei egun. Nichts gekauft habe ich bislang über Inserate in Jagd- oder Waffenfachzeitschriften. Für jeden dieser Distributionswege gibt es Vor- und Nachteile. Ich möchte jedenfalls keinen missen, weil sich wirklich sehr unterschiedliche Möglichkeiten bieten.

Jagdliche Tarnung – ein Prinzip

Tarnung gegen die Wahrnehmung des Wildes (Jagd) und Tarnung gegen die Wahrnehmung des Menschen (Militär) sind zwei unterschiedliche Dinge, obschon sie einige wichtige Gemeinsamkeiten aufweisen. Die Bundeswehr ersteht unter Tarnung „Personal und Gerät unter Ausnutzung von Geländeform-, Geländefarbe- und Geländebedeckung der Umgebung anzupassen“ und diese Definition ist auch jagdlich relevant, schließt sie doch nicht nur eine Person, sondern auch ihre Ausrüstung mit ein und geht nicht nur von Tarnkleidung aus, sondern auch von der Ausnutzung des Geländes und der Vermeidung von Dingen, die eine Person aus der Umgebung herausheben, wie z.B. Geruch, Geräusch und Bewegung. Militärisch betrachtet spielt noch die Tarnung gegenüber Wärmebild-, Radar- und Infrarotgeräten eine Rolle. Tarnung hat heute vor allem große kommerzielle Bedeutung, obwohl Tarnung eigentlich mehr ein Prinzip ist und jagdlich schon immer eine Rolle gespielt hat.

Rezensionen: DWJ, Visier, Caliber

Für den ein oder anderen Jäger mag es eine ungewöhnliche Idee sein, sich eine Zeitschrift zu kaufen, die sich ausschließlich mit Waffen beschäftigt. Aber das ist bei den drei hier besprochenen Zeitschriften auch nicht der Fall. Jede berichtet auch über Jagdwaffen oder für Jäger wichtige Ausrüstung oder Kenntnisse - die eine mehr, die andere weniger. Und jede beschäftigt sich heute auch mit der Wahrung der Rechte der Legalwaffenbesitzer. Es handelt sich um Das Deutsche Waffenjournal (DWJ, Untertitel Schießsport, Sammeln, Technik und Recht), Caliber (Untertitel Schiessen, Waffen, Ausrüstung) und Visier (Das internationale Waffenmagazin).



Organisationen: Der Landesjagdverband Bayern e.V.

Der Landesjagdverband Bayern e. V. (BJV) ist der Verband der Jäger Bayerns mit 44.500 Mitgliedern. Der BJV beschreibt seine Gliederung wie folgt: "Im BJV sind 156 Kreisjägerschaften / Jagdvereine / Kreisgruppen in den sieben Regierungsbezirken zusammengeschlossen. Mitglieder sind ferner der Bund Bayerischer Berufsjäger, der Bund Bayerischer Jagdaufseher sowie der Deutsche Falkenorden (DFO), Landesverband Bayern. Der Landesjagdverband wirkt als staatlich anerkannter Naturschutzverband offiziell bei Naturschutzangelegenheiten mit. Wichtige Aufgabe ist u. a. auch die praxisgerechte Aus- und Weiterbildung von Jägern und anderen Naturschützern, Ausbildung von Jagdhunden, Förderung des jagdlichen Brauchtums, Öffentlichkeitsarbeit." 
Der BJV macht durch eine Reihe von Positionen von sich reden.

Rezension: Jeff Coopers "Art of the Rifle"

Jeff Cooper (1920-2006) ist einer der wichtigsten Schießlehrer und Autoren der USA gewesen. Er diente im Zweiten Weltkrieg und in Korea im marine Corps, zuletzt als Oberstleutnant und gründete später das "American Pistol Institute", später umbenannt in "Gunsite Training Center". Mit seinem Buch „Art of the Rifle“, speziell der schönen „Special Color Edition“ legte er eine grundlegende Arbei über die Büchse, „the queen of personal weapons“ vor.


Organisationen: Interessengemeinschaft liberales Waffenrecht in Österreich (IWÖ)

Das glückliche Österreich ist waffenrechtlich gesehen in einer besseren Situation als die Bundesrepublik Deutschland. Österreichische Legalwaffenbesitzer sehen sich (noch) weniger restriktiven gesetzlichen Bestimmungen ausgesetzt als bundesdeutsche. Diese Situation hat verschiedene Gründe, ist sicherlich aber auch ein Mitverdienst der Interessengemeinschaft liberales Waffenrecht in Österreich (IWÖ). Besonders hervorzuheben sind die ansprechende Mitgliederzeitschrift (im Internet vollständig als pdf abrufbar), die exzellente Public Relations und das moderierte Forum.

Organisationen: Verband für Waffentechnik und -geschichte (VdW)

Der VdW ist mit seiner Gründung im Mai 1969 eine der ältesten und rennomiertesten Organisationen zum Bereich Waffen/Waffenrecht . Besonders hervorzuheben sind das Sachverständigenwesen, die Rechtschutzversicherung für verwaltungsrechtliche Streitigkeiten im Bereich des Waffenrechts und die Aktivitäten gegen die jünsten Restriktionen der Waffenrechtsänderungen 2008 und 2009.
Der VdW stellt sich wie folgt selbst dar (http://www.vdw-duesseldorf.de):

Organisationen: Fördervereinigung Legaler Waffenbesitz e.V.

Wir möchten einige ausgewählte Organisationen aus dem Bereich Legalwaffenbesitz/Jagd vorstellen und zum Mitmachen anregen. Beginnen möchten wir mit der Fördervereinigung Legaler Waffenbesitz. Die folgenden Informationen haben wir von der Seite der Organisation übernommen: http://www.fvlw.de/

Signalorange – eine neue Phantomdiskussion

Als wenn es nicht genug kontroversen Gesprächsstoff geben würde: Nehmen wir nur die Themenkomplexe „Unfallwild und Jagdsteuer“, „Waffengesetz und Unverletzlichkeit der Wohnung“ oder Zukunft des Bundesjagdverbandes. Trotz dieser unbewältigten Themen muß man sich jetzt auch noch künstlich kontrovers zum Thema „Signalfarbene Kleidung auf Gesellschaftsjagden“ balgen.

Berührungsängste: Jagdliche Nutzung von Halbautomaten

Die jagdliche Nutzung von Halbautomaten ist heute eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Dennoch gibt es eine Reihe von Vorurteilen gegenüber Halbautomaten, die sich bis ins Waffenrecht verirrt haben. Oft beruht Voreingenommenheit auf Unkenntnis.

Rezension: Sniping and Sharpshooting: 2 Bücher von John Plaster

„Endlich erwischt: Interesse an Kriegsliteratur, an Mord und Totschlag“. Nein, Kritiker, vergeßt es. Im Folgenden rezensiere ich zwei Bücher über Scharfschützen, die aus den USA stammen. Dabei geht es nicht um Kriegsverherrlichung, sondern um Verständnis für diesen waffen- und schießtechnisch interessanten Bereich der Historie und Gegenwart. Beide Bücher sind in englischer Sprache geschrieben, glänzen aber durch eine Fülle von seltenen Bildern, so daß sie auch dem sprachlich weniger gewandten Leser viele Informationen bieten. Von den Büchern in deutscher Sprache kann ich leider keines wirklich empfehlen.

Glaubensfrage? Bedeutung von Kleinkaliberwaffen für das Großkaliberschießen

Kleinkaliberschießen hat zweifellos seine Berechtigung. Aber wie geeignet ist Kleinkaliberschießen als Vorbereitung für das Schießen mit großen Kalibern? Dies scheint fast eine Glaubensfrage zu sein, wenn ich an das Gespräch mit einem sehr guten Freund zurück denke.

Rezension: Jagdgeschosse & Jagdpatronen von Manfred R. Rosenberger

Nach dem Wiederlader-Kurs habe ich den Ausbilder gefragt, welche Bücher er mir zur Weiterbildung empfehlen kann. „Rosenberger“ hat er gesagt. Und mit dieser scheinbar dürren Information habe ich wenig später im Internet gesucht. Ich bin mehr als fündig geworden und die beiden Bücher von Manfred Rosenberger über Jagdpatronen bzw. Jagdgeschosse habe ich seit dem bestimmt mehrere hundert Male zur Hand genommen.

Präzisionskiller Rückstoßbremse?

Wofür brauchen Jäger Rückstoßbremsen? "Wer mit den starken Kalibern nicht zurecht kommt, soll eben nicht damit schießen". "Man braucht das Gewehr nur fest genug in die Schulter zu nehmen, dann gibt es keinen Rückstoß". "Das Gewehr muß nur schwer genug sein, dann gibt es keinen Rückstoß". "Rückstoßbremsen verringern die Präzision". "Rückstoßbremsen vermindern die Mündungsenergie." "Rückstoßbremsen bremsen das Geschoss". ... Das alles ist falsch. Der einzige Grund, der wirklich gegen Rückstoßbremsen spricht ist, dass sie vermeintlich so schwer zu bekommen sind.

Flinten im militärischen und polizeilichen Einsatz. Eine kurze Einführung

Aus Flinten werden hauptsächlich Schrote und Flintenlaufgeschosse verschossen. Unter Schrot versteht man Bleikugeln (oder heute auch Kugeln aus anderen Metallen wie Weicheisen, Wismut, Wolfram oder Zink) verschiedener Durchmesser, von denen eine bestimmte Zahl Kugeln mit gleichem Durchmesser zu einer Patronenladung zusammengefasst werden.

Das Rüstungsphantom. Von der Ächtung sinnvoller Waffenbestandteile

Wenn man die Verbote bestimmter Waffenbestandteile, die jagdlich durchaus sinnvoll oder gar für die Gesundheit des Jägers oder seiner Umgebung wichtig sein können, im deutschen Waffengesetz betrachtet, kann sich der Verdacht aufdrängen, die Verantwortlichen befürchteten geheime Aufrüstungsabsichten. Von den Verboten betroffen sind z.B. nach Anlage 2, Abschnitt 2 „Verbotene Waffen“ des aktuellen Waffengesetzes für Schusswaffen bestimmte
  • „Vorrichtungen [.], die das Ziel beleuchten (z.B. Zielscheinwerfer) oder markieren (z.B. Laser oder Zielpunktprojektoren)
  • „Nachtsichtgeräte und Nachtzielgeräte mit Montagevorrichtungen für Schusswaffen, sowie Nachtsichtvorsätze und Nachtsichtaufsätze für Zielhilfsmittel (z.B. Zielfernrohre) sind, sofern die Gegenstände einen Bildwandler oder eine elektronische Verstärkung besitzen“

Trainingsschikane - Die Schwierigkeit angemessenen Schießtrainings

Eine etwas abwechslungsreichere Jagdausübung erfordert Kenntnisse und Übung im Flintenschießen, im Büchsenschießen (und zwar mindestens für die Ansitz und die Drückjagd sowohl sitzend aufgelegt, als auch stehend freihändig mit meist unterschiedlichen Optiken) und im Kurzwaffenschießen. Möglicherweise werden dabei auch noch unterschiedliche Waffen eingesetzt, also eine Büchse in einem rasanteren Kaliber für den Feldjäger und eine mit einem größeren Kaliber wie z.B. 9,3 x 62 für die Drückjagd. Eine der schwersten Hürden bei der Beherrschung dieser unterschiedlichen Waffen ist bereits die Verfügbarkeit angemessener Trainingseinrichtungen und Trainer. Aber wie ist es damit in Deutschland bestellt?

Mehr Sicherheit durch Minijobber?

Offenbar stellt privater Legalwaffenbesitz für einige Behörden ein Problem dar. So erhielten Legalwaffenbesitzer vielerorts inzwischen Briefe, in denen Sie aufgefordert wurden, ihren Waffenbesitz zu überdenken.
Ich habe meinen privaten Waffenbesitz zu dem Zeitpunkt überdacht, als ich die Waffen aussuchte und kaufte. Und ich überdenke den Gebrauch der Waffen vor und während jedes jagdlichen Einsatzes. An die Sicherheit der Waffen denke ich immer, wenn ich sie aus dem Waffenschrank nehme. Nicht nur, weil ich selbst kleine Kinder habe. Ich brauche keine Nachhilfe, um nachzudenken - auch nicht, wenn jemand anders ein schweres Verbrechen mit einer Schußwaffe begangen hat, die er entwendet hatte. Mit der gleichen Logik hätte man solche Briefe versenden können, nachdem im Rockermilieu in Flensburg ein illegales Waffenlager gefunden wurde.

Richtigstellung zum Waffenrecht


Richtigstellung irreführender Annahmen und Fehlinformationen zum Waffenrecht des Verbandes für Waffentechnik und Geschichte (VdW) vom  6.5.2009 (Gastbeitrag)

Horten Jäger und Schützen Waffen?

In einigen Medien und in den Äußerungen einiger Politiker geistert so etwas wie ein Mythos von vielen, großen privaten Waffen- und Munitionslagern in Deutschland herum. Die Reaktionen auf diesen vermeintlichen Mißstand reichen von der plakativen Forderung nach „Abrüstung“ mit der irreführenden Assoziation von Militär und Rüstung bis hin zum Vorschlag, Obergrenzen für eine bestimmte Art und Anzahl von Waffen einzuführen. Dies geht so weit, dass selbst solche Politiker, die erklärtermaßen keine Kenntnis von der Jagd und dem Sportschießen haben, erklären, man benötige als Jäger grundsätzlich keine Kurzwaffe oder als Sportschütze grundsätzlich keine Großkaliberwaffe und keiner von beiden benötige größere Mengen Munition. Was sagt eine nüchterne Bestandsaufnahme?

Amokverbrechen an Schulen

Amokverbrechen an Schulen sind, verglichen mit anderen, täglich vorkommenden Gewaltakten an Schülern und Lehrern, die vom Mobbing bis hin zur schweren Körperverletzung reichen, ein extrem seltenes Phänomen. Aufgrund verschiedener, auch medialer Rahmenbedingungen werden sie jedoch sehr viel stärker öffentlich wahrgenommen und diskutiert. Die Aufarbeitung im Sinne einer Prävention künftiger Taten bedarf angesichts vieler, nach wie vor offener Fragen jedoch einer Versachlichung.

Legalwaffenbesitz und Innere Sicherheit

Gastbeitrag, zuerst erschienen in "Zeitschrift für Sicherheit in der Wirtschaft"
Ein regelmäßiger Reflex in der öffentlichen Debatte nach Amokläufen mit Schusswaffen ist die Forderung nach Verschärfungen des Waffenrechts. Doch ist das wirklich sinnvoll? Eine Bestandsaufnahme kommt zu einem negativen Ergebnis. Problematisch sind u.a. das Vollzugsdefizit und das zu gering ausgeprägte Problembewußtsein gegenüber illegalen Waffen.
Um die Dimension des Problems einschätzen zu können, bietet es sich an, zunächst verfügbare statistische Grundlagen auszuwerten, etwa die Zahl der legalen Waffenbesitzer außerhalb der Sicherheitsbehörden.