Unverwüstlich: Mossberg Vorderschaftrepetierer mit Eotech-Visier

Ein harter Tag draußen bringt selbst Waffen und Optiken, die als besonders robust verkauft werden häufig genug an ihre Grenzen. Spätestens bei einer Reise von ein paar Tagen, bei der man die Pflege etwas "schleifen läßt", zeigen sich bei zunehmender Einsatzdauer Mängel und zu Hause Beschädigungen. Nicht so bei der äußerst robusten Kombination einer Mossberg Mariner Vorderschaftrepetierflinte und einer Eotech 552 Optik. Waffe und Optik sind für harte Anforderungen konzipiert und haben sich beim Verfasser als nahezu unzerstörbar erwiesen.


Modell "590 Mariner"

Mossberg
Mossberg ist einer der klassischen Flinten-Hersteller in den USA und produziert seit 1919 Waffen. Das ursprünglich auf schwedische Einwanderer zurückgehende Familienunternehmen beliefert nicht nur amerikanische Jäger und Sportschützen, sondern auch die US-Streitkräfte. Mossberg stellt fest: “We are particularly proud that our Mossberg pump shotguns are the only shotguns purchased by the United States government that meet or exceed Mil-S-3443 specifications.” Die Flinte vom Typ „590 Mariner“ im Kaliber 12/76 (12 Gauge) hat eine Lauflänge von 51 cm, einen schwarzen Kunststoff-Schaft, verfügt über ein Magazin unter dem Lauf für 8 Patronen, Zylinder Choke und ein Perlkorn und ist nicht brüniert, sondern mit einem speziellen Marinecote-Überzug versehen, der die Waffe selbst unter den besonderen Anforderungen eines maritimen Einsatzes vor Korrosion schützen soll. Sie kostet neu unter 600 Euro.

Anschuß-Zertifikat der Waffe

Eotech
Das Eotech wird von der gleichnamigen Firma, die 2005 vom Rüstungsunternehmen L-3 Communications gekauft wurde, auf den Markt gebracht: „L-3 EOTech invented, designed, and manufactures the Holographic Weapon Sight (HWS) - the world's first holographic sighting system for small and medium-sized weapon platforms.“ Das HWS wird u.a. verwendet von deutscher Bundeswehr und Polizeien, sowie u.a. dem US Special Operations Command (SOCOM), dem FBI, der DEA, dem State Department oder der US Border Patrol. Das Modell 552 hat einen 1 MOA-Punkt und um den Punkt einen 65 MOA-Kreis für den Nahbereich. Es ist nachtsehkompatibel (bei aufgesetzter Nachtsehbrille läßt sich die Helligkeit so weit minimieren, daß die Optik mit der Brille nutzbar ist), wird mit handelsüblichen Batterien betrieben und kostet unter 500 Euro. Geräte ohne Nachtsehkompatibilität sind etwas billiger. Für die Eotech-HWS-Optiken wird auch eine dreifache Vergrößerung angeboten, die man zur Seite wegklappen kann, um nur das HWS zu nutzen. HWS und Vergrößerung können leicht mit einer Picatinny oder Weaver-Schiene für unter 100 Euro montiert werden. Die Optik ist bis 10 m wasserdicht.

Erhebliche Beanspruchung gut vertragen

Kombination
Diese Flinte mit dieser Optik kombiniert schafft eine extrem belastbare und "narrensichere" Plattform zum Abfeuern von Flintenlaufgeschossen (das Bild zeigt das Anschußzertifikat), Buck Shot und feineren Schroten unterschiedlicher Hersteller und Laborierungen für rund 1.000 Euro. Das vom Verfasser verwendete Flintenlaufgeschoss der Marke „Rottweil Exact“ (kostet ca.1,25 Euro pro Patrone) überzeugte nicht nur im Test der Zeitschrift Wild und Hund (6/2009) mit einem mittleren Streukreis von 2,85 cm auf der 50 m-Bahn (Test erfolgte mit 12/70-Patrone), sondern auch in der jagdlichen Verwendung. Damit bleibt auf der Hasentreibjagd bei Schlechtwetter und mit der Möglichkeit von Schwarzwildvorkommen die Mossberg für den Verfasser die erste Wahl - und die Browning zu Hause.

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